
Neben der Buche gehört die Esche mit Wuchshöhen von bis zu 40 Metern zu den höchsten Laubbäumen Europas. An feuchten und zeitweilig trockenen Stellen kann sie gegen die Buche konkurrieren, auf den anderen Standorten ist sie der Buche unterlegen und wird dort im Laufe der Zeit von ihr verdrängt. Neben Buche und Eiche gehört sie zu den wichtigsten heimischen Laubnutzhölzern. Ihr Holz wird dort eingesetzt, wo höchste Ansprüche an Festigkeit und Elastizität gestellt werden. In der Vergangenheit waren das beispielsweise Narben, Felgen und Speichen der Holzräder heute wird es für die Herstellung von Werkzeugstielen, Sportgeräten und Biegeformteilen genutzt.
Vergleicht man die Rinde von Esche und Eiche mit der der Buche fällt sofort ein großer Unterschied auf: Sie ist rau und rissig, die der Buche dagegen glatt. Dieser Unterschied ist von großer ökologischer Bedeutung, denn eine raue, rissige Rinde bietet für viele wirbellose Tiere wie Insekten oder Spinnen gute Versteckmöglichkeiten. Aus Sicht der Vogelwelt bieten Eschen und Eichen somit einen reich gedeckten Tisch, während das Nahrungsangebot auf der Buche eher spärlich ist. Aus diesem Grund ist der Mittelspecht nie in Buchenwäldern anzutreffen: Er hat sich soweit auf die Nahrungssuche im Bereich der Rinde spezialisiert, dass er seinen Bedarf über die glatte Rinde der Buche nicht decken kann.