
Der geologische Untergrund am Osthang des Eggegebirges wird von Kalkgesteinen des Erdmittelalters (Muschelkalk) gebildet. Kalkgestein neigt zur Verkarstung, das in der Egge aufgrund der hohen Niederschläge reichlich zur Verfügung steht Carbonatgestein löst sich unter dem Einfluss von Wasser und Kohlendioxid auf, mit dem es zu Kohlensäure reagiert. Auf diese Weise können unterirdische Hohlräume entstehen, in der Egge bevorzugt in den gipshaltigen Horizonten des Mittleren Muschelkalks.
Als auffälligste Karstform treten in der Egge Dolinen oder Erdfälle in Erscheinung. Ca. 90 Dolinen sind von der Driburger Muschelkalkplatte bekannt, weitere 35 finden sich im Bereich der westlich angrenzenden Kreide-Sandsteinplatte, die der Muschelkalkplatte aufliegt. Höhlensysteme sind dagegen selten – man weiß lediglich von zwei kleine Höhlen im Muschelkalk der Egge.
Eine besonders eindrucksvolle Doline befindet sich im Bereich des Klusenbergs. Ein Abstecher dorthin lohnt sich auf jeden Fall. Folgen Sie dazu in etwa 700 m dem Eggeweg (Hermannshöhen), die Doline liegt auf der linken Seite des Weges, circa 50 m tief in einem Laubwald. Der Weg dorthin ist gekennzeichnet.